175 Jahre Fotografie

Ein Film von FotoTV über “Chargesheimer Reloaded”, ihren eigenen Fotowalk und die Eröffnung des PhotoBookMuseums in Köln.

Kamera- und Fotomuseum Leipzig

Das Kamera- und Fotomuseum Leipzig wurde am 19. August 1989 von dem Fotografen und Kamerahistoriker Peter Langner und seiner Frau Kerstin eröffnet.  Es befindet sich in einem 250 Jahre alten denkmalgeschützten Fachwerkhaus. Peter Langner hat in 20jähriger Sammlertätigkeit eine Vielzahl an historischen Kameras (von der kleinen Kompaktkamera bis zur Reprokamera), entsprechendes Zubehör sowie historische Fotografien zusammengetragen. Dadurch kann man die Geschichte der Fotografie von ihren Anfängen bis zur heutigen Zeit anschaulich verfolgen. In der Dauerausstellung “Fotofaszination” päsentiert das Deutsche Fotomuseum, nach dem Umzug vor einem Jahr in den Agra-Park nach Markkleeberg, die Geschichte der Fotografie in 14 Abteilungen.

Sammlungsempfehlung von Fotokunst

In dem Fotobuch “Wegweiser zum Glück” zeigt Wilhelm Schürmann (*1946 in Dortmund) Bilder serieller Fotografien aus dem Alltag einer Dortmunder Straße. Der Fotokünstler, Sammler und Kurator zeitgenössischer Kunst ist in Dortmund aufgewachsen.  Zwischen 1979 und 1981  hat Wilhelm Schürmann auf zahlreichen Streifzügen unzählige Schwarz-Weiß-Fotografien von Fassaden, Geschäften, Schaufensterauslagen, Wohnräumen und in der Straße ansässigen Menschen feinfühlig wie humorvoll eingefangen. Diese Fotografien aus dem Alltag in der Dortmunder Steinhammerstraße faszinieren bis heute und geben einen intensiven Blick auf das Ruhrgebiet der Nachkriegszeit, das sinnbildlich für die deutschlandweite Euphorie des Wirtschaftswunders und die anschließende Phase der Ernüchterung steht. Die „Collector’s Edition“ zum Buch von Wilhelm Schürmann, kann über den Verlag Hatje Cantz erworben werden. Diese beinhaltet zwei Motive, signiert und nummeriert.

“Der schöne Schein” im Gasometer Oberhausen

Im Gasometer Oberhausen, dem wohl höchsten Industriedenkmal des Ruhrgebiets, zeigt die Ausstellung “Der schöne Schein” bis zum 30. Dezember 2014 knapp 200 ausgewählte großformatige Fotografien und Abgüsse berühmter Meisterwerke vergangener Epochen, von der Antike bis Picasso. Wertvolle Kunstwerke, wie z. B. da Vincis “Mona Lisa”, van Goghs “Sternennacht”, Botticellis “Geburt der Venus”, und viele weitere Kostbarkeiten, die sich in den verschiedenen großen Museen dieser Welt befinden, werden so an einem Ort vereint. Die detailgetreuen Vergrößerungen vermitteln ein etwas anderes Kunsterlebnis als die Originale und ermöglichen dem Betrachter ungewöhnliche Einblicke in die Details derselben und in die Techniken der Künstler.
Ein weiterer künstlerisch und technisch anspruchsvoller Höhepunkt der Ausstellung ist die Installation „320° Licht“ der Bremer Künstlergruppe URBANSCREEN. An der der 100 Meter hohen Innenwand des Gasometers erlebt der Betrachter im 320 Grad Radius auf ca. 20.000 Quadratmetern Fläche ein faszinierendes Wechselspiel zwischen realem und virtuellem Raum.
Die Ausstellung “Der schöne Schein” ist jeweils dienstags bis sonntags und an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Während der Ferien in NRW auch montags ebenfalls von 10 bis 18 Uhr.

Nadar – Fotograf, Multitalent und Pionier

Vor 104 Jahren, am 21. März 1910, wenige Tage vor seinem 90. Geburtstag starb der unter dem Pseudonym Nadar bekannte französische Fotograf Gaspard-Felix Tournachon (06.04.1820-21.03.1910). Nadar war ein Multitalent. Er studierte zunächst einige Semester Medizin, arbeitete als Journalist und beim Theater, betätigte sich als Schriftsteller,  Zeichner,  Konstrukteur, Ballonfahrer und gründete 1849 die Zeitschrift “Revue comique”.
Im Jahr 1854 eröffnete er in Paris sein Atelier für fotografische Porträts. Im Gegensatz zu den meisten Fotografen seiner Zeit verzichtete er bei seinen Arbeiten auf gemalte Kulissen, Dekorationen, Accessoires und Retusche. Nadar setzte seine Modelle durch gekonnte Beleuchtung in Szene, wobei er den Fokus auf Blick, Ausdruck und Körperhaltung richtete. Nadar porträtierte die künstlerische Créme de la Créme seiner Zeit. Zu seinen Kunden gehörten die junge Sarah Bernhardt, Honoré de Balzac, Charles Baudelaire, Franz Liszt, George Sand, Claude Debussy, Alexandre Dumas, Jules Vernes u.a.  Allerdings widmete Nadar sich nicht nur den Porträtaufnahmen. Er stieg auch in die Pariser Katakomben und Abwasserkanäle hinab. Seine in der Pariser Unterwelt mit Langzeitbelichtung entstandenen Aufnahmen sind einmalig.
Berühmt wurde Nadar jedoch durch seine sensationellen Luftaufnahmen, die er im Jahr 1859 aus einem Ballon heraus während der Schlacht von Solferino machte. Mit seinem selbst konstruierten Schraubenluftschiff “Le Géant”, das Jules Vernes zu seinem Roman “Fünf Wochen im Ballon” inspirierte, flog Nadar 1863 von Paris nach Hannover. Bei einer sehr unsanften Landung in Neustadt am Rübenberge wurden Nadar und seine Frau verletzt. Die Luftaufnahmen dieser Reise und die Berichte über weitere Fahrten mit Le Géant veröffentlichte er u.a. in Nouveau système de photographie aérostatique und Mémoires du Géant, à terre et en l’air (1864). Zusammen mit Jules Vernes gründete er eine “Gesellschaft zur Förderung der Konstruktion von lenkbaren Flugmaschinen, die schwerer als Luft sind.”
In der Französischen Nationalbibliothek werden Nadars Fotografien und Archive aufbewahrt.

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